Django Unchained: Quentin Tarantino wird auf Hunderte Millionen Dollar verklagt – Movienized
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Django Unchained: Quentin Tarantino wird auf Hunderte Millionen Dollar verklagt

Quentin Tarantino soll die Grundidee seines 2012-er Southerns „Django Unchained“ geklaut haben. Dafür werden er und die Weinstein Company auf Hunderte Millionen Dollar verklagt.

Fast zeitgleich zum US-Start seines neuen Films The Hateful 8 sieht sich Quentin Tarantino einer Klage gegenüber. Zwei Filmemacher werfen ihm vor, die Grundidee ihres Drehbuchs gestohlen und in „Django Unchained“ aus dem Jahr 2012 verwendet zu haben. Dafür werden Tarantino, die Weinstein Company und Columbia Pictures nun auf hunderte Millionen Dollar verklagt. Das berichtet The Wrap.

In „Django Unchained“ kauft der Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Christoph Waltz) den Sklaven Django (Jamie Foxx) und hilft ihm dabei, dessen Frau aus den Händen des Plantagenbesitzers Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) zu befreien. „Freedom“ heißt nun das Drehbuch von Oscar Colvin Jr. und Torrrance J. Colvin, in dem Angaben ihrer Klage zufolge ein entflohener Sklave namens Jackson Freeman versucht, die Freiheit seiner Familie von einem Plantagenbesitzer zu erkaufen. „Vor Dr. Schultz„, heißt es in der Klageschrift, „gab es Samson, einen anderen weißen Mann, der Mr. Freeman dabei unterstützt seine Geliebten aus der Sklaverei zu retten„. Diese Grundidee eines Weißen, der mit einem Sklaven in die „höllischen“ Südstaaten zurückkehrt, um dessen Familie zu befreien, sei ein „einzigartiges originelles Konzept“, das von Tarantino rechtswidrig übernommen wurde

Die Colvins führen an, ihr Drehbuch 2004 bei der „Writers Guild of America“ registriert, bei Talentagenturen eingereicht und auf die Online-Plattform „Triggerstreet“ gestellt zu haben. Es machte also „die Runde“ in der Industrie. Außerdem sei Quentin Tarantinos Name in Verhandlungen mit der Agentur „William Morris“ als möglicher Regisseur oder Produzent des Drehbuchs gefallen.

Quentin Tarantino selbst versteht „Django Unchained“ als „Hommage an Django“ (1966) von Sergio Corbucci. Die Kläger sehen mehr Parallelen zu ihrem eigenen Drehbuch und zitieren Tarantino in ihrer Klageschrift, der einmal meinte: „Ich klaue bei jedem einzelnen Film, der jemals gemacht wurde.

Dass sich der Regisseur von „Pulp Fiction“ und „Inglourious Basterds“ wie kaum ein anderer von der Popkultur inspirieren lässt, ist weithin bekannt. Das reicht von seinem ersten Spielfilm „Reservoir Dogs“ und dessen inhaltlicher Nähe zu „City on Fire“ bis zu seinem jüngsten Streifen „The Hateful 8“. Dessen Plot ähnelt einer Episode aus der Westernserie „The Rebel“, die von Irvin Kershner, „Das Imperium schlägt zurück“, inszeniert wurde.

Die Colvins jedenfalls verlangen einen Schadenersatz in Höhe von hunderten Millionen Dollar, immerhin spielte „Django Unchained“ weltweit 425 Millionen ein. Ihre Klage wurde laut Variety einen Tag vor dem US-Start von „The Hateful 8“ eingereicht.

In Deutschland startet der neue Tarantino-Western am 28.01.2016.

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